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Schon über acht Jahre sind es her, seit ich die Damenriege übernommen habe. Am Anfang im Wechsel mit einer Studentin der Schule für Bewegungspädagogik, später alleine.  Die meisten Turnerinnen waren schon vor meiner Zeit dabei. Ich habe gar nicht das Gefühl, dass wir älter wurden.!?

Ich glaube, viele Turnstunden von früher könnte ich heute genauso durchführen. Wir sind einfach alle fit geblieben. Die kleinen Schrittfolgen zum Einwärmen sind heute schneller gelernt als früher. Soll einer sagen, die Lernfähigkeit nimmt ab im Alter!  Dazu kommt natürlich auch die Erfahrung mit solchen Schrittkombinationen. Neben Kraft und Kondition baue ich auch verschiedene Übungen für's Gedächtnis ein. Ist es in der Jugend kein Problem, gleichzeitig ein SMS zu schreiben, Musik zu hören und dabei noch die Strasse zu überqueren, können ältere Menschen oft nicht mehr etwas erzählen, während sie laufen. Sie bleiben stehen zum Reden.

So weit sind wir noch lange nicht. Dies hat unser Auftritt an der Jahresfeier bewiesen. Klar, haben wir früh begonnen zu üben, aber es wurde dadurch nie stressig. Seit Mai letzten Jahres haben wir jeweils   10 - 15 Minuten nach der Turnstunde für den Tanz investiert. Es hat sich gelohnt.

Ein weiterer Beweis für die Fitness unserer Damen war der letztjährige Ausflug zum Lac de Joux. Nicht nur beim Wandern, sondern auch beim "Après Wandern" waren sie ausdauernd! Ein ausführlicher Bericht dazu stand im Mitteilungsblatt.

Noch ein Beweis, der die Aktivität und das Engagement der Damen zeigt, sind die Einsätze am "Quer durch Basel" und an der Jahresfeier des Turnvereins Kleinhüningen. Neben den Arbeiten am Buffet, in der Küche oder beim Abräumen sind es oft dieselben Damen, die auch Kuchen backen oder Salate zubereiten. Ich möchte bei der Gelegenheit allen Helferinnen für Ihren Einsatz danken.

Wir haben im vergangenen Jahr zwei neue Turnerinnen dazu bekommen, die sich gut in unserer Gruppe eingelebt haben. Leider haben wir auch drei Aktive verloren. Ein Austritt,  ein Todesfall eines langjährigen Mitglieds, der uns alle erschütterte, und ein Übertritt von "Aktiv" zu "Passiv".

Ich blicke trotzdem zuversichtlich in die Zukunft und hoffe, diese Gruppe noch ein paar Jahre zu leiten und zu begleiten. Herzlichen Dank für Eure Kameradschaft. 

   
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