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Sommerpausenbericht einer anderen Art

Die Trainingsphase hat uns wieder! Gewisse haben sich über den Sommer geschont und ihn so gut sie konnten einfach nur genossen, andere versuchten ihre Bobos auszukurrieren, und wieder andere haben mit Beachvolleyball fleissig an ihrer Kondition gearbeitet oder mit ganz unterschiedlichen Sportarten die Sommerpause für sich genutzt.

Ich für meinen Teil wollte einen Beitrag für das Team „Schneewittli“ und für den Verein leisten, und habe meinen ersten Volleyball-Trainerkurs besucht. (Vielen herzlichen Dank geht hiermit an die Vereinskasse, die ein solches Unterfangen unterstützen.) Folgende Zeilen sollen beschreiben, wie ich diese ziemlich lange Woche erlebte und was die Aussichten für das Team „Schneewittli“ sind.

Zwei Mal täglich vier Stunden in einer schwülen Sporthalle bei bedrückenden Aussertemperaturen und das an fünf darauffolgenden Tagen in den heiss ersehnten Sommerferien. Plus rund drei Stunden Theorie täglich, so dass der offizielle Tag erst nach 22:30 sein Ende fand. Jeden Morgen erwartete uns eine Theorieprüfung von vier kniffligen Fragen...Kann man sich schönere Ferien vorstellen, als die soeben beschriebenen?

 

Nun ja, ich kann, trotzdem habe ich diesen Sommer eine tolle und lehrreiche Woche im ach so fernen aargauerischen Unterentfelden verbracht. (Ok, vielleicht ist dieser Ort für gewisse nicht ganz so exotisch aber für mich war bis dahin ein schwarzes Fleck auf der Karte.)

Wir wurden zwar in einem drei-Sterne Business-Hotel mit reichlich (Frühstücks-) Luxus untergebracht (aber ganz ohne Sauna und ohne Whirlpool, sniff), doch ausser dem reichhaltigen z’Morge wurde dort nichts weiter eingenommen: Mittags waren wir Gäste in der Strandbadi und das Abendessen gab’s in einem Tennis-Center, allesamt in Unterentfelden verteilt, so dass wir auf ein privates Autoshutteling angewiesen waren. (Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die beiden Parteien sich bei ihrer Menü-Auswahl nicht abgesprochen haben…So gab es am Freitag gleich zweimal Fischknuschperli und einmal hatten wir Gschwellti zum Z’Mittag und Röschti zum z’Nacht – vielfältige, ausgewogene Ernährung könnte beinahe nicht anders aussehen! J)

Auf dem eigentlichen Programm stand im besagten J+S Lager die schwierige Metamorphose vom Volleyballspieler zum Volleyballtrainer. Also für mich entpuppte sich diese Entwicklung zum Trainer als kleine Herausforderung, spiele ich doch zu gern selber Volleyball.

Und nie und nimmer hätte ich gedacht, dass diese eine Woche so anstrengend ausfallen könnte: Ein Trainer wird in meinen Augen nicht so stark physisch gefordert wie ein Spieler; Doch diese Anschauung genoss im Lager keinen Bedeutung und ich ackerte mich von einen durchtränkten Shirt zum anderen.

Gleichzeitig kam zum zeitlichen Aufwand (lange, vorstrukturierte Tage von 8-22:30 Uhr) noch körperliche Schufterei (frau ist ja auch nicht mehr die Jüngste), und ausserdem waren die Prüfungsfragen ohne gewissenhafte Lernabende - bis kurz vor Mitternacht - kaum korrekt zu beantworten. Und das jeden Abend, denn wir wurden täglich vor dem Training mit 4 kniffligen Fragen geprüft, ob wir auch wirklich die Lerninhalte verstanden haben.

Da blieb einem so gut keine Zeit für Privatsphäre, wie Ihr Euch denken könnt - und wofür das ganze?!?

Na ganz einfach: Das Mixed-Team vom St.Johann bekannt und berüchtigt unter dem Pseudonym „Schneewittli“ hat Grosses vor. Nicht dass die bisherigen Trainings nicht ausgereicht hätten, aber neuer Input des aktuellen  J+S-Stabes schadet keinem Team mit Ambitionen. (Auf diesem Weg allen bisher Beteiligten, v.a. Jasmin und Michelle vielen herzlichen Dank. Erst wenn man selber die Trainingsvorbereitung in Angriff nimmt, wird einem bewusst, welches Engagement dies erfordert! Welche scheinbar altbackene Erkenntnis!) Im Wechsel mit Jasmin werde ich nun versuchen, einen effektiven Beitrag für eine erfolgreiche Saison 20011/2012 zu leisten.

Richtig gelesen, nach einer durchzogenen letzten Saison mit Höhen und leider auch Tiefen wollen wir es nochmals wissen! Zieht Euch also warm an, potentielle Gegner – auch vereinsinterne! Aber offensichtlich haben wir vom letzten Jahr nicht allzuviel von unseren Fauxpas gelernt: Statt während der Saison werden die langen Ferien jetzt einfach in der Vorbereitungsphase genommen…J

Nein, ich gönne jedem seinen wohlverdienten Urlaub und freue mich auf eine aufregende und hoffentlich lernreiche Vorsaison mit all ihren Vorbereitungsturnieren und Trainings, die auf einen letzten Schliff des Spielsystems abzielen.

Es gilt Neuzuzügler wie Reto und Roman in die Mannschaft zu integrieren, nach Auslandsaufenthalt resp. Verletzungspause Zurückkommenden (namentlich Denise, Yannick und Noël) den nahtlosen Weg wieder in ihre Rolle innerhalb der Mannschaft zu ermöglichen, so dass wir mit Andrea, Jasmin, Céline und mir eine erfolgreiche und v.a. verletzungsfreie Saison bestreiten können.

Dafür habe ich doch gerne eine Woche meiner Sommerferien geopfert – und wehe es zahlt sich nicht aus! Wir werden uns alle spätestens zum internen Volleyballturnier am 25.September in Muttenz wiedersehen und unsere Kräfte messen können, worauf wir uns alle gespannt freuen.

Das Spiel gegen andere Santihanslemer, nämlich gegen die „Ballefitzer“ wurde übrigens auf den 18. Oktober vorverschoben, womit wir unseren Saisonstart mit einem hoffentlich spannendem Derby einläuten.

Mit den „Schneewittlis“ muss man auch diese Saison wieder rechnen: Wir sehen uns! Hasta luego!

   
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