Hier der Jahresbericht der Damen 2, welche dieses Jahr nach dem Abschluss der Meisterschaft 2006/2007 in die 4. Liga aufgestiegen sind. Der TV St. Johann hat somit erstmalig zwei Damen-Team's in der 4. Liga und als Ziel wurde natürlich der Liga-Erhalt gesetzt.

Nach der Ankündigung, dass Daniela uns während der Saison 2007/2008 auf einem längeren Auslandaufenthalt weilt, musste ich mir überlegen, wie ich die verbleibenden 7 Damen (Arina, Christelle, Marina, Noe, Janine, Jasmin + Vera) verstärke, damit wir dieses Ziel erreichen. Als Weiteres teilte mir Tanja mit, dass Sie sicher für ein Jahr für ein Praktikum nach Chur geht und ebenfalls nicht für die Meisterschaft zur Verfügung steht.

Es galt also, zwei Damen als Verstärkung aus dem anderen Team zu verschieben. Nach reiflicher Überlegung viel meine Wahl auf Stef, welche von mir ein Jahr zuvor in die „Plausch-Liga" verbannt wurde, weil Sie aus beruflichen Gründen zu wenige Trainings besucht hatte. Zusätzlich entschied ich mich für Andrea, welche aus meiner Sicht die fehlende Position am besten besetzen konnte und auch als Mensch ideal in das Team passen sollte. Nun galt es, die beiden „Neuen" ins Team zu integrieren. Wie das gelungen ist, erfahrt Ihr aus dem Bericht von Andrea:

Backstage Damen 2 von Andrea

d2 2008aObwohl ich erst seit etwas mehr als einem Jahr beim TV St. Johann Volleyball spiele und deshalb wenig bis gar keine Vergleichsmöglichkeiten habe, würde ich zusammenfassend sagen: Es war ein bewegtes Jahr mit technischen Veränderungen, erneuerten Trainingseinheiten und emotionalen Ups and Downs – ausgelöst sowohl durch spielerische Leistungen als auch durch zwischenmenschliche Energien.

Bis Anfangs 2007 war es noch die Regel, dass die beiden Teams D2 und D3 am Freitagabend gemeinsam von 18-20 Uhr durch die Halle jagten. Als wir aber mächtigen Zuwachs bekamen, gesellten sich nebst den neuen Spielerinnen auch Platzprobleme zu uns. Es stellte sich die Frage, ob das Training in diesem Rahmen genügend effizient sein würde um den neuen Herausforderungen, denen sich beide Teams in der kommenden Saison stellen würden, gerecht zu werden.
Im Rahmen der Teamsitzung vom 12. April 2007 wurden deshalb nicht nur die Teams teilweise neu zusammengestellt, sondern auch separate Trainingseinheiten angestrebt um die Trainings besser auf die konkreten Bedürfnisse der Teams abstimmen zu können. Dies war wohl zwar für die Verbundenheit zwischen den beiden Teams nicht sonderlich förderlich, aber der technischen Leistungsverbesserung sehr zuträglich. An dieser Stelle: Bravo Christian. Du hast nicht nur sehr viel Arbeit auf deine Schultern geladen, sondern es auch geschafft zu erkennen woran die einzelnen Spielerinnen vermehrt arbeiten sollten und diese Erkenntnis in tollen, anspruchsvollen Trainings umgesetzt.
So ist es also dazu gekommen, dass sich die beiden Damen-Teams 2 & 3 nun nicht mehr in den Trainings begegnen, sondern vielmehr in der Umkleidekabine, auf dem Beachfeld, bei Ausflügen und Turnieren oder auf dem Zuschauerbänkli, wenn es darum geht das jeweils andere Team bei einem Spiel anzufeuern.

Nachdem wir auch einige Missverständnisse und Unklarheiten zwischen Trainer und Spielerinnen geklärt hatten, nahmen wir neun D2-Mädels mit viel Elan die neuen Trainings ins Visier, und versuchten langsam als Mannschaft zusammen zu finden. Natürlich ist es immer spannend wenn sich Menschen näher kennen lernen und jeder sich in einer neuen Konstellation von Personen und Persönlichkeiten zu Recht finden muss. Diese Erfahrung ist aber noch viel intensiver und die Herausforderung umso grösser, wenn sich diese Menschen in einer Sporthalle begegnen wo man sich so unverhüllt, voller Emotionen und Ehrgeiz, nicht nur kennen lernt sondern zu einem Team zusammenwachsen muss. Ich persönlich bin mit sehr viel Wärme und Verständnis in diesem Team willkommen geheissen und aufgenommen worden. Dies sowohl auf dem Feld, als auch auf dem Bänkli als psychologische Unterstützung und natürlich – und das darf auch nicht vergessen gehen – an sämtlichen anderen Anlässsen die wir im letzten Jahr so gemeinsam erlebt haben. Etwa beim Beachen, am ETF oder bei Hochzeiten und Polterabenden. Nicht zuletzt diese verbindenden Momente motivieren und treiben dazu an, auf dem Feld stets das Beste zu geben.

Mit unserem in Hallau neu erworbenen Wissen - darüber, dass es bis zur 3. Liga noch ein weiter Weg sein würde - im Gepäck, starteten wir in unsere erste 4. Liga Vorrunde. Besonders nachdem unser Selbstvertrauen im ersten Match gegen Riehen wiederhergestellt war stürzten wir uns voller Elan auf die darauf folgenden Gegner. Es folgte eine Phase, in der wir zwar mit viel Power agierten, aber trotzdem regelmässig knappe Niederlagen einstecken mussten. Mit Power alleine war es offenbar nicht getan und der Teamgeist, der für ein harmonisches, reibungsloses Zusammenspiel sorgen sollte, und das eine Quäntchen Glück, das manchmal für einen Sieg unerlässlich ist, schienen uns zeitweise verlassen zu haben.
Doch das „neue" individuellere Training zeigt seine ersten Wirkungen und wird hoffentlich dazu beitragen, dass wir unsere seelisch und spielerisch miserabel gestartete Rückrunde mit einem emotionalen und technischen Hoch beenden können. Der Weg zu einem fulminanten Saisonende ist dank den letzten drei Matches bereits geebnet."

Damit denke ich, das die wichtigste Ereignisse zusammengfasst sind und möchte Abschliessend noch ergänzen, dass das Damen 2 in der laufenden Rückrunde wieder zu einem Team zusammengewachsen ist und mit der Rückkehr von Daniela auch für die nächste Saison genügend Potential für die 4. Liga hat.

Ich werde meinen Teil dazu beitragen und bin überzeugt, dass das Team mitzieht."