Nach dem Abschluss unserer ersten Meisterschaft in der 4. Liga (Ziel: Ligaerhalt; siehe Jahresbericht letztes Jahr) konnten wir uns freuen, auch die nächste Meisterschaft in dieser Liga zu bestreiten. Wir schlossen die Meisterschaft auf dem abstiegs-ungefährdeten 5. (von 8) Platz ab und konnten das Saisonziel als erreicht feiern.

Der Rückblick auf die vergangene Saison und die Planung der Vorbereitung ergaben folgendes Bild: Das Team bleibt praktisch unverändert und mit der Rückkehr von Daniela (will noch eine letzte Saison spielen) konnte ich mit den 10 Damen beruhigt und ohne personelle Sorgen mit der Vorbereitung beginnen. Als Ziel wurde einer der Podestplätze in der Gruppe angepeilt. Die Vorbereitung und die Trainings durchliefen im Sommer jedoch sehr durchzogen und dies zeigte sich durch die Trainingspräsenz und der daraus resultierenden Spiel- und Ballpraxis. Die besuchten Turniere und Trainingsspiele zeigten diverse Mängel im Bereich Abnahme und Angriffseffizienz. Die Zuatztrainings in den Herbstferien sollten diese Mängel beheben und ob es etwas nützte, lest Ihr weiter unten.

Doch zuvor noch etwas zu den Aktivitäten während dem Jahr: Am Quer durch Basel auf dem Barfi und den KuTu-Tagen im Niederholz in Riehen sah man die Damen als fleissige Helferinnen und zeigten so, dass auch sie ihren Teil zu unseren Vereinsaktivitäten beigetragen haben. Neben den Beach-Abenden am Dienstag trafen sich vereinzelte auch zu gelegentlichen Jogging-Ausflügen oder „Spontan-Beach-Sessions" in der Umgebung von Basel.

Anfangs August fand das „Kennenlern-Wochenende" in Hallau statt. Dieser Anlass war sicher ein Highlight der geselligen und für uns auch in sportlicher Hinsicht. Die Berichte dieses Anlasses habt Ihr sicher bereits gelesen. Es zeigte sich, dass man auch nach einer (sehr) kurzen Nacht mit wenig Schlaf eine gute sportliche Leistung bringen kann. Unsere Gegnerinnen (3. Liga) hatten uns noch im letzten Jahr geschlagen, was Ihnen dieses Jahr nicht mehr gelang. Müde und zufrieden konnten wir den Rückweg nach Basel in Angriff nehmen.

Ein besonderer Anlass war auch der Ausflug nach Russwil. Dieses Turnier galt als Standortbestimmung vor der Meisterschaft. Da wir weder die Stärke der dortigen Liga noch die der antretenden Teams kannten, starteten wir zu früher Stunde am Samstag eine Fahrt ins Ungewisse. Nach mehr oder weniger spannenden Spielen konnten wir jedoch spätabends mit einen neuen Matchball und dem Turniersieg nach Hause reisen.

Nun aber zurück zur Meisterschaft: Am 14. November 2008 fand unser erstes Spiel gegen Kaiseraugst statt. Alle Team's unserer Gruppe waren schon voll in der Meisterschaft, welche schon rund einen Monat früher begann und wir wussten zu diesem Zeitpunkt absolut nicht, unsere Stärke einzuschätzen. Das Spiel begann mit einer deutlichen Satzniederlage, welche zwar durch einen Zwischenspurt noch etwas beschönigt werden konnte. Diesen Satz habe ich verpasst, da zu diesem Zeitpunkt das Spiel der Damen 3 in der anderen Halle noch nicht fertig war. Nach meinem Eintreffen steigerte sich das Team jedoch deutlich und die Nervosität wurde zusehends kleiner. So konnten die Sätze 2-4 deutlich zu unseren Gunsten entschieden werden. Mit dem ersten Sieg gingen wir den Rest der Vorrunde an und gewannen alle Spiel ausser dem wichtigsten, gegen Gelterkinden. Trotz der Niederlage gegen den direkten Verfolger konnten wir die Vorrunde auf dem ersten Platz beenden.

Für die Rückrunde zeigte sich, dass die wenigen Trainings währen der Meisterschaft nicht sehr förderlich sind und so wurden die Spiele knapper und so verloren wir unser erstes Spiel im neuen jahr ausgerechnet gegen unseren Trainingsgegner Tenniken, welcher nach einem 1:0-Rückstand derart aufdrehte, dass wir kein Mittel mehr fanden, das Spiel zu gewinnen. Da aber auch Gelterkinden gegen Liestal Punkte abgab, war bis zur direkten Begegnung noch alles offen. Zu dieser Begegnung kopiere ich den Bericht des Gegners von deren Homepage. Er gibt das Geschehene ziemlich gut wieder:

Das Damen 2 setzt sich mit einem 3:0-Auswärtssieg beim TV St. Johann an die Tabellenspitze der 4.-Liga-Gruppe B.

Rolf. Nach zwei eher schwachen Leistungen gegen eher schwache Gegner trat das Damen 2 beim TV St. Johann an, welcher nur dank des besseren Satzverhältnisses vor den Gelterkinderinnen die Tabelle anführte. Von Beginn des Spiels an war die Gelterkinder Mannschaft gegenüber den vorherigen Spielen kaum wiederzuerkennen. Alles, was zuletzt gefehlt hatte, war plötzlich wieder da: Freude am Spiel, Übernahme von Verantwortung, Optimismus, Siegeswille. Offenbar wirkte die Affiche des Spitzenkampfes so motivierend, dass jede einzelne Spielerin "voll da" war.
So ist die Geschichte des Spiels schnell erzählt. St. Johann hatte praktisch keine Chance. Wenn der Leader doch einmal etwas aufkam oder sich bei Gelterkinden ein Leistungsloch abzeichnete, machten die Baslerinnen mit Servicefehler ihre eigenen Chancen zunichte. Eine sehr gute Gelterkinder Leistung und eklatante Schwächen in entscheidenden Momenten bei St. Johann führten zusammen zu einem klaren 3:0-Auswärtssieg für den VBC Gelterkinden. Seither grüsst das Damen 2 von der Tabellenspitze.

Nach diesem Spiel folgte noch ein knappe 2:3-Niederlage gegen Liestal und somit war der erste Gruppenplatz ausser Reichweite. Die Ausgangslage für das letzte Spiel war aber trotzdem sehr speziell. Waldenburg hatte eine sehr gute Rückrunde und konnte mit einem Sieg gegen uns die Saison auf 2. Platz beenden. Liestal hätte uns sogar in diesem Fall sogar noch vom angestrebten 3. Platz verdrängt. Was Waldenburg aber nicht wusste, ist das dies nur mit einem 3:0-Sieg gegen uns möglich war. Bei uns wurden solche Überlegungen (Rechenspiele) aber nur vom Trainer und (wie ich nach dem Spiel erfahren habe) von Vera gemacht Das Team wusste als nichts vom drohenden „Unheil". Das Spiel gegen die starken Waldenburgerinnen (Samstagabend, 16:00 h vor dem Ausgang) begann sehr harzig und jeder Punkt wurde hart umkämpft. Der erste Satz ging 26:24 an die Gastgeberinnen und sie setzten mit dem 2. Satz (25:19) nach. Der dritte Satz konnte für sie alles klar machen und sie schnupperten bei einer komfortablen 24:16-Führung und neun (9!!!!) Matchbällen am 2. Platz der Gruppe. Sie hatten jedoch die Rechnung ohne die Nerven von Janine gemacht, welche ihre Anspielserie durchbrachte und wir den Satz nach 10 abgewehrten Matchbällen schliesslich mit 28:26 gewannen. Das Selbstbewusstsein des Gegners war danach etwas angeschlagen und so ging auch der 4. Satz an uns. Im 5. sah es dann nach einer klaren Sache aus und es passierte und eigentlich das Gleiche wie unseren Gegnerinnen im 3. Satz. Wir gaben eine klare Führung aus der Hand und verloren diesen schussendlich mit 20:18. Die Gegnerinnen freuten sich über ihren Sieg und wunderten sich, dass auch wir uns freuten. Dank den beiden gewonnenen Sätzen hatten wir unseren 2. Platz erreicht und somit auch das Saison-Ziel. So kam es, dass die Waldenburgerinnen trotz Sieg mit hängenden Köpfen die Halle verliessen.

Rangliste:


Mannschaft

Anzahl  
  Spiele

Punkte  

Gew.
  Sätze

Verl.
  Sätze

Satz- quotient

Gew.
  Bälle

Verl.
  Bälle

Ball-
  quotient


VBC Gelterkinden 2

14

24

37

13

2.846

1141

939

1.215

TV St. Johann 2

14

18

32

21

1.524

1202

1076

1.117

SV Waldenburg 1

14

18

31

23

1.348

1226

1150

1.066

Gym Liestal 2

14

18

31

23

1.348

1178

1109

1.062

Kaiseraugst 1

14

14

28

28

1.000

1117

1179

0.947

VBC Tecknau 1

14

12

23

28

0.821

1111

1110

1.001

VBC Tenniken

14

6

18

36

0.500

1080

1196

0.903

BTV Basel 2

14

2

11

39

0.282

888

1184

0.750

 

Fazit zur Meisterschaft aus der Sicht des Trainers: Das Damen 2 ist ein sehr motiviertes und ehrgeiziges Team. Die Problematik mit der schlechteren Rückrunde gibt mir eine zusätzliche Aufgabe, welche ich lösen muss. Ebenso gilt es, die Konstanz innerhalb des Teams zu fördern. Es macht aber auf jeden Fall Spass, dieses Team zu trainieren und sie an die Spiele zu begleiten (auch wenn es manchmal Nerven kostet!)

Diese Meisterschaft spielten in diesem Team:

H Arina Mathys, Andrea Suter, Janine Wyttenbach

N Daniela Ammaturo, Stef Bertei, Noemi Fernández, Marina Kvrgic, Jasmin Sitton

P Vera Delwel, Christelle Gasser

Nun beginnt die Planung der nächsten Saison und mein Ziel ist es, den Abgang von Daniela (angekündigt vor einem Jahr) aufzufangen, sowie eine dritte Passeuse und eine zusätzliche Hauptangreiferin ins Team zu bekommen. Ich freue mich auf die Vorbereitungsphase und bin motiviert, mit dem Team zu arbeiten. Danke an Arina für Ihre Schiri- und allen Schreibern für ihre Einsätze!