„Es war einmal an einem wunderschönen Sommerwochenende im Juni, als Schneewittli mit ihren Zwergen zu den Schweizer Volleyball-Mixed-Meisterschaften nach Genf fuhr. ...“ So oder so ähnlich könnte die moderne Fortsetzung des berühmten Märchens beginnen. Diesmal hieß Schneewittchen jedoch Jasmin und brachte sogleich neun Zwerge mit den Namen Denise, Celine, Vera, Sanja, Noel, Reto, Roman, Stephan und Martin mit. Weitere Zwerge blieben im Wald, …äh Basel, zurück und drückten den tapferen Brüder und Schwestern die Daumen beim finalen Kampf gegen die Könige des Schweizer Volleyballs. Die Eintrittskarte zum Turnier erwarben wir durch die zweite Platzierung in der obersten Spielklasse der Basler Volleyballmeisterschaft.

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Bevor wir jedoch in das Turnier am Sonntag starteten, genossen wir am Tag zuvor einige erholsame Stunden am Genfer See. Trotz des eisigen Wassers sprangen einige unerschrockene Zwerge in die kalten Fluten. Neben der äußeren Abkühlung genossen wir natürlich auch die eine oder andere innere Erfrischung. Abends kehrten wir dann in ein geselliges Restaurant ein und vergaßen bei Speis und Trank schnell, dass wir am nächsten Morgen wieder früh aufstehen mussten.

Bereits kurz nach Sonnenaufgang verließen wir unsere Zwergenbetten in der Jugendherberge. Nach dem Frühstück, der anschließenden Tramfahrt und dem morgendlichen Aufwärmprogramm erreichten schließlich unsere Augen langsam ihre volle Größe. Nach dem ersten Spiel waren wir dann endgültig wach und hatten gemerkt, dass auch dieses Jahr das spielerische Niveau wieder sehr hoch war. Durch Lospech waren wir in einer Art „Todesgruppe“ gelandet, in der auch der spätere Schweizer Meister spielte. Obwohl wir von Spiel zu Spiel unsere Leistung steigern konnten, reichte es jedoch in den drei Gruppenspielen der Vorrunde für keinen Sieg.

Im vierten Spiel trafen wir dann auf Gelterkinden, die Erstplatzierten aus der Region Basel, welche wir durch die regulären Saisonspiele sehr gut kannten. Das spannende und mitreißende „Basler Derby“ ging unentschieden aus, weshalb wir uns schon jetzt auf das nächste Treffen in der neuen Spielzeit freuen. Im fünften und letzten Spiel gelang uns abschließend ein Sieg mit dem wir den elften von zwölf Plätzen belegten. Trotz des bescheidenen sportlichen Ergebnisses hatten wir viel Spaß und waren stolz, dass wir zumindest zeitweise mit den besten Schweizer Mannschaften mithalten konnten. „… und was ist die Moral von der Geschicht: Hab auch als Zwerg keine Angst vor Volleyballriesen, sie können dir das schönste Wochenende nicht vermiesen.“